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Ärzte in Alarmbereitschaft

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Hans-Jörg Bruckberger - MEDICAL TRIBUNE
Hans Wenzl - ÄRZTEMAGAZIN

Turbulente Tage für die Österreichische Ärztekammer: Während in den verschiedenen Bundesländern gerade Wahlen anstehen, macht die Standesvertretung gegen das geplante PHC-Gesetz mobil. Am Mittwoch-Abend (15.3.2017) fand ein Krisengipfel im Wiener Museumsquartier statt, im Vorfeld luden die Standesvertreter zu einer Pressekonferenz. Medical Tribune und das Ärztemagazin waren live dabei.

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„Es steht sehr viel auf dem Spiel". Der Obmann der Kurie der niedergelassenen Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer, Dr. Johannes Steinhart, kann dem jüngsten Gesetzesentwurf für die neue Primärversorgung nicht viel abgewinnen. Er fürchtet deutliche Verschlechterungen für Patienten und Ärzte. Erstere würden die wohnortnahe Versorgung verlieren, letztere sieht Steinhart durch Direktverträge der übermächtigen Sozialversicherung auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

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Dr. Gert Wiegele, der Obmann der Bundessektion für Allgemeinmedizin und approbierte Ärzte, betont, dass die Ärzteschaft nicht gegen die Primärversorgung an sich ist, sondern Hausärzte selbst Primärversorger sind. Persönlich betroffen ist er von Aussagen politischer Gegner und Entscheidungsträger, die meinen, dass der Hausarzt tot sei.

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Am Abend im Wiener Museumsquartier: Vor der Veranstaltungshalle bot sich den Teilnehmern des Krisengipfels das leider schon gewohnte Bild: Die Scheren der „Weniger ist nicht mehr“-Kampagne der Ärztekammer. Begleitet von Trommlern im Rhythmus des Herzschlages.

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Einige hundert Mediziner lauschten schließlich den Ausführungen der Spitzenfunktionäre ihrer Standesvertretung. Diese warnte eindringlich vor einem Verlust des Hausarztes und dem Einzug von gewinnorientierten Großkonzernen ins Gesundheitswesen.

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Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer ist aus Tirol angereist. Dr. Artur Wechselberger plädierte für einen Ausbau der Primärversorgung, aber anders als es die Politik wolle. Wechselberger sprach sich stattdessen für einen Ausbau des funktionierenden Systems der Hausärzte aus.

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Der Präsident gab sich kämpferisch. Die Ärzte sollten als Angehörige eines freien Berufes die Zukunft selbst mitgestalten, so seine Forderung. Reformen seien notwendig, und die Ärzte wüssten auch wie.

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Der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres konnte sich einen Seitenhieb auf politische Gegenspieler und Interessensvertreter der Wirtschaft nicht verkneifen.

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Jetzt ruhen die Hoffnungen der Ärzteschaft auf der neuen Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner. Sie möge "endlich mit uns reden und zwar wirklich reden", so Steinhart. Sie solle sich den Gesetzesentwurf für die Primärversorgung genau anschauen, weil der sei "das Papier nicht wert". Für den Fall der Fälle will die Ärzteschaft weitere Kampfmaßnahmen derzeit aber nicht ausschließen.

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